Emk - Was ist das?

Wir stellen ihnen die Evangelisch-methodistische Kirche vor

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) ist eine vergleichsweise junge Kirche. Ihre Wurzeln reichen bis ins 18. Jahrhundert. Ursprünglich sollte jedoch gar keine eigene Kirche entstehen. Eine "Erweckungsbewegung" wollte Menschen neu zum christlichen Glauben ermutigen und einladen. Aufgrund äußerer Gegebenheiten entstand dennoch eine eigene Kirche, die ihren Weg von England aus über Nordamerika auch nach Deutschland fand.

 

Wort

Zwei Aufgaben fühlt sich die EmK besonders verpflichtet: Sie möchte möglichst vielen Menschen die Liebe Gottes bezeugen, die in Jesus Christus Gestalt angenommen hat. Das geschieht in Gottesdiensten und Evangelisationen, aber auch in kleinen Gemeindegruppen, durch die Predigt wie auch durch Zeitschriften oder durch Rundfunkmission.

 

Tat

Der zweite Schwerpunkt liegt in der Heiligung. Mit anderen Worten: Der Glaube an Christus soll sich durch die Tat als echt erweisen. Dabei ist gleichermaßen der Alltag in seinen Lebensbezügen gemeint wie auch die Verantwortung für die Gesellschaft. Die "Sozialen Grundsätze" der EmK legen davon Zeugnis ab, daß der Glaube auch eine gesellschaftliche Dimension hat.

 

Mitgliedschaft

Mitglied wird man in der EmK durch das Bekenntnis zu Christus vor der Gemeinde. Damit verbunden ist das Ja zur Heiligen Schrift als Richtschnur für Glaube und Leben und die Verpflichtung zur Mitarbeit in der Gemeinde. In der EmK werden die Kinder- und die Erwachsenentaufe geübt.

 

Der Anfang

1738 erlebt der anglikanische Geistliche John Wesley beim Verlesen der Vorrede zum Römerbrief von Martin Luther, daß die Gewißheit der Vergebung der Sünde nicht durch eigene Anstrengung zu gewinnen ist, sondern von Gott allein durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird. Durch die Predigt der rettenden Gnade, die allen gilt, entstand eine Bewegung, zu der bald viele Tausende gehörten. Es war eine Art Reformation in Großbritannien. Ihre Sendboten gingen auch nach Amerika, wo sich die Bewegung weiter ausbreitete. Deutsche Einwanderer kamen dabei zum Glauben und kehrten in die Heimat zurück, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

 

Der Anfang in Deutschland

An vier Stellen Winnenden, Bremen, Bonlanden (Württemberg) und Rüßdorf (Sachsen) — bildeten sich zwischen 1832 und 1850 Gemeinden, die im Lauf der Zeit von den bestehenden Kirchen ausgeschlossen wurden. So wurden eigene Organisationsformen notwendig. Eine Reihe von Vereinigungen der verschiedenen Zweige — die letzte war 1968 — führten zur heutigen "Evangelisch-methodistischen Kirche" (EmK). 1992 schlossen sich die durch die Teilung Deutschlands getrennten Gebiete der EmK wieder zu einer gemeinsamen Zentralkonferenz in Deutschland zusammen.

 

Zahlen in Deutschland

ca. 55.400 Mitglieder und Angehörige, 511 Gemeinden, 366 Pastoren und Pastorinnen, ca. 20 Missionsmitarbeiter und Missionsmitarbeiterinnen in 6 Ländern; 16 EmK-Krankenhäuser, Erholungs- und Altenheime, ein Verlagshaus und eine staatlich anerkannte Theologische Hochschule.

 

Internationale Zahlen

Die EmK in Deutschland ist Teil der weltweit arbeitenden methodistischen Kirche (United Methodist Church). Mehr als 90 Kirchen gehören dem Weltrat methodistischer Kirchen an (rd. 50 Millionen Mitglieder und Anhänger).

 

Quelle: www.emk.de (31.12.2009)

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